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Brandabschnitte

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Brandabschnitte für Evakuierungen

Brandabschnitte für Evakuierungen

Bei FM-Connect.com arbeiten wir mit Gebäudeeigentümern und Betreibern zusammen, um ganzheitliche Brandschutz- und Evakuierungskonzepte zu entwickeln. Ein zentrales Element dieser Strategie ist die Brandabschnittsbildung: Hierbei wird ein Gebäude in voneinander getrennte Bereiche (Brandabschnitte) unterteilt, die durch feuerbeständige Wände, Decken und Türen abgegrenzt sind, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verlangsamen.

Korrekt ausgelegte Brandabschnitte verschaffen den Gebäudenutzern mehr Zeit zum Verlassen des Gebäudes und ermöglichen der Feuerwehr ein effizienteres Eingreifen. Zugleich erfüllen sie gesetzliche Brandschutzvorschriften (z.B. nach DIN 4102 und DIN EN 13501-2).

Durch die Verbindung von technischem Ingenieur-Know-how mit Facility-Management-Erfahrung bieten wir umfassende Brandschutzlösungen, die im Ernstfall Menschen, Sachwerte und Betriebsabläufe schützen.

Brandabschnitte für strukturierten Gebäudeschutz

Bedarfs- und Risikoanalyse

Wir beginnen mit einer detaillierten Analyse der Gebäudestruktur, Nutzungsbereiche und Gefahrenlage. Dabei prüfen wir Grundrisse, Belegung und potenzielle Brandlasten (z.B. Küchen, Lager, Technikräume) sowie bestehende Schutzmaßnahmen. Unsere Analyse identifiziert Bereiche mit erhöhtem Brandrisiko und wichtige Fluchtwege. Auf dieser Basis ermitteln wir, welche Bereiche voneinander getrennt werden müssen und welche maximale Größe jeder Brandabschnitt nach Vorschrift haben darf (etwa nach zulässiger Fläche oder Personenzahl pro Abschnitt). Das Ergebnis ist ein maßgeschneiderter Kompartimentierungsplan, der sowohl den sicherheitstechnischen Anforderungen als auch den geltenden Normen und Vorschriften entspricht.

Planung feuerbeständiger Konstruktionen

Im Anschluss an die Risikoanalyse konzipieren wir die baulichen Maßnahmen zur Kompartimentierung. Wir legen fest, welche Wände, Decken und Türen welche Feuerwiderstandsklasse benötigen (z.B. F30, F60, F90 nach DIN 4102 oder entsprechende EI-Klassen nach DIN EN 13501-2). Dazu wählen wir geprüfte, zertifizierte Bauteile und Materialien aus, etwa feuerbeständige Wände, Brandschutztüren und spezielle Verglasungen. Auch die Abdichtung aller Durchbrüche (für Leitungen, Lüftungsschächte etc.) wird detailliert geplant. Das Ergebnis ist ein vollständiger Bauentwurf, in dem alle feuerbeständigen Elemente so spezifiziert sind, dass sie das Feuer im Ernstfall für die erforderliche Dauer zurückhalten und die Fluchtwege abgesichert bleiben.

Umsetzung und Installation

In der Bauphase begleiten wir die Umsetzung der geplanten Brandabschnitte vor Ort. Wir koordinieren Fachfirmen und Lieferanten und überprüfen, dass alle feuerfesten Wände, Decken, Türen und Abschottungen gemäß den Spezifikationen eingebaut werden. Unsere Spezialisten führen vor Ort Abnahmekontrollen durch: Sie prüfen beispielsweise, ob Brandschutztüren ordnungsgemäß schließen, Dichtungen korrekt montiert sind und Brandschutzabschlüsse fachgerecht ausgeführt sind. Durch diese Qualitätskontrolle wird sichergestellt, dass beim Einbau keine Fehler auftreten (z.B. fehlende Dichtbänder oder falsche Materialien) und die Brandabschnitte genau wie geplant funktionieren.

Schutz der Fluchtwege

Ein Schwerpunkt unserer Brandabschnittsstrategie ist der Schutz von Flucht- und Rettungswegen. Wir gestalten die Kompartimentierung so, dass Treppenhäuser, Gänge und Ausgänge von feuerbeständigen Barrieren umgeben sind. Beispielsweise können wir Treppenhäuser druckbelüften, um Rauch fernzuhalten, und in Fluren automatische Brandschutztüren vorsehen. Ziel ist es, von jedem Aufenthaltsbereich mindestens einen durchgehenden Schutzweg bis zum sicheren Ausgang zu schaffen. Indem wir die Fluchtwege von den Brandgefährdungen trennen, sorgen wir dafür, dass auch im Notfall weiterhin rauchfreie und sichere Fluchtmöglichkeiten bestehen.

Temporäre Schutzbereiche

Im Rahmen der Evakuierungsplanung berücksichtigen wir auch temporäre Schutz- oder Rettungszonen (Refugien). Dies sind sichere Bereiche innerhalb der Brandabschnitte, in denen sich Personen (insbesondere mit eingeschränkter Mobilität) aufhalten können, wenn eine sofortige Evakuierung nicht möglich ist. Jeder Schutzbereich ist so geplant, dass er über eine Mindest-Feuerwiderstandsdauer (oft 30 Minuten oder mehr) verfügt und über eine Notruf- oder Kommunikationsmöglichkeit verfügt. Wir legen fest, wo sich solche Schutzbereiche am sinnvollsten befinden (etwa in Hochhaus-Etagen oder großen Hallen) und welche baulichen Anforderungen sie erfüllen müssen. Durch die Einbindung dieser Schutzbereiche in das Brandschutzkonzept erhöhen wir die Sicherheit aller Gebäudenutzer.

Systemintegration

Wir stellen sicher, dass passive Brandabschnitte mit den aktiven Brandschutzsystemen verzahnt sind. Dazu verbinden wir die Brandabschnitte mit Alarm- und Meldeanlagen, Rauchabzugsanlagen und Löschanlagen. Beispielsweise kann ein Rauchmelder in einem Brandabschnitt automatisch Lüftungsklappen öffnen oder Treppenhausventilatoren starten, um Rauch abzuleiten. Türschließsysteme können so angesteuert werden, dass sie im Alarmfall die Türen verschließen. Auch Notbeleuchtung und Alarmsysteme werden verknüpft, um Personen sicher zu den geschützten Ausgängen zu führen. Die Integration sorgt dafür, dass im Brandfall alle Komponenten koordiniert zusammenarbeiten und den Schutz der Brandabschnitte unterstützen.

Wartungs- und Prüfprogramme

Brandabschnitte müssen regelmäßig gewartet werden, um dauerhaft wirksam zu bleiben. Wir richten ein Prüf- und Instandhaltungsprogramm ein, das alle wichtigen Elemente einschließt. Dazu gehört beispielsweise die Kontrolle der Brandschutztüren (Funktionsfähigkeit und ordnungsgemäßer Verschluss), die Überprüfung der Dichtungen und Abschottungen auf eventuelle Lücken sowie die Sicherstellung, dass Fluchtwege frei bleiben. Jede Inspektion und jede Wartungsmaßnahme wird dokumentiert. Durch die konsequente Umsetzung dieser Prüfintervalle (typischerweise jährlich oder nach lokalen Vorgaben) gewährleisten wir, dass die Brandschutzmaßnahmen auch langfristig funktionstüchtig und vorschriftskonform bleiben.

Mitarbeiterschulung und Sensibilisierung

Wir unterstützen unsere Kunden darin, Mitarbeiter und Nutzer über das Brandschutzkonzept zu informieren und zu schulen. Dazu gehören Evakuierungsübungen, bei denen die geschützten Fluchtwege und Schutzbereiche praktisch erprobt werden. Wir weisen alle Beteiligten darauf hin, warum beispielsweise Brandschutztüren stets geschlossen bleiben müssen und wie im Notfall richtig zu reagieren ist. Durch Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen sorgen wir dafür, dass alle Gebäudenutzer die Brandschutzsysteme kennen und im Ernstfall sicher handeln können. Dies erhöht die Wirksamkeit der Brandschutzmaßnahmen und verbessert die allgemeine Sicherheit.

Compliance-Dokumentation

Schließlich erstellen wir die notwendige Dokumentation für die Nachweisführung und behördliche Prüfungen. Dazu gehören detaillierte Pläne mit allen Brandabschnitten und ihren Feuerwiderstandsklassen sowie Materiallisten und Prüfzeugnisse der verwendeten Bauteile. Wir fassen Inspektionsberichte, Wartungsnachweise und Schulungsprotokolle in einer prüffähigen Dokumentation zusammen. So haben Betreiber alle Nachweise zur Hand, um die Einhaltung der DIN 4102, DIN EN 13501-2 und weiterer Vorschriften lückenlos zu belegen – sei es gegenüber Brandschutzbehörden, Gutachtern oder Versicherungen.

Mehrwert für unsere Kunden

  • Modular und maßgeschneidert: Unsere Services stehen als modulare Einzelleistungen zur Verfügung. Damit erhält jede Einrichtung genau die Brandschutzbausteine, die sie für ihren Gebäude- und Nutzungstyp sowie ihr Risikoprofil benötigt.

  • Normenkonformität: Alle unsere Konzepte und Umsetzungen entsprechen den Vorgaben der DIN 4102, DIN EN 13501-2 und sonstiger geltender Bau- und Brandschutzvorschriften. Dies schafft Rechtssicherheit und vereinfacht Genehmigungen.

  • Erhöhte Sicherheit: Durch effektive Brandabschnitte und geschützte Fluchtwege können Evakuierungen im Notfall sicherer und geordneter ablaufen. Die Trennung von Brandereignis und Fluchtweg minimiert die Gefährdung für Personen.

  • Lebenszyklus-Zuverlässigkeit: Regelmäßige Inspektionen, Wartungen und Schulungen stellen sicher, dass die Brandschutzmaßnahmen dauerhaft funktionsfähig bleiben. Dies erhöht die Betriebssicherheit und erhält die Schutzwirkung über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes.

FM-Connect.com verbindet Facility-Management-Expertise mit ingenieurtechnischer und rechtlicher Kompetenz, um ganzheitliche Brandschutzkonzepte umzusetzen. Unsere modulare Herangehensweise deckt die gesamte Bandbreite ab – von der ersten Analyse über Planung und Bau bis hin zu Wartung und Training. Kunden erhalten so eine einheitliche Lösung aus einer Hand.