Wer den Weg vor dem Sturm kennt, muss ihn im Sturm nicht erst suchen.
Prüfe, welche Gefahren Menschen bedrohen: Feuer, schädliche Stoffe, Unwetter oder Gewalt. Plane schon beim Bauen, wie alle sichere Orte erreichen. Manchmal muss ein ganzes Haus verlassen werden, manchmal nur ein Teil. Bei einer Gefahr draußen kann der Schutz im Gebäude richtiger sein. Stimme dies mit Fachleuten und Einsatzkräften ab. Beachte Schutzregeln und behördliche Anweisungen.
Nicht jede offene Tür führt in Sicherheit.
Im ruhigen Tag vorsorgen
Ein freier Weg ist kein verlorener Raum.
Halte Fluchtwege und Notausgänge frei und nutzbar. Sorge für klare Zeichen und leicht bedienbare Türen. Nicht alle gehen, sehen, hören oder verstehen gleich. Warne hörbar und sichtbar, bei Bedarf auch fühlbar. Frage nach benötigter Hilfe. Plane geschulte Unterstützung und passende Hilfsmittel für jede Schicht. Beteilige Beschäftigte und ihre Vertretung. Denke auch an Gäste und Menschen fremder Firmen. Übe die Hilfe für Menschen, die nicht selbst hinauskommen.
Guter Schutz verlangt nicht, dass alle gleich schnell sind.
Viele Hände brauchen eine gemeinsame Richtung.
Kläre, wer warnt, die Räumung leitet und mit den Einsatzkräften spricht. Gib den Helfenden Wissen, Zeit und Vertretung. Die Leitung stellt die nötigen Mittel bereit. Übe gemeinsam, ohne Menschen zu gefährden. Prüfe Warnanlagen, Sicherheitslicht und Hilfsmittel. Bereite andere Warnwege vor, falls Technik ausfällt. Ein Handy allein genügt nicht. Halte Pläne aktuell. Passe sie bei Umbauten und veränderter Nutzung an. Ohne ausreichenden Schutz bleibt die betroffene Nutzung gesperrt.
Ein Plan auf Papier trägt noch niemanden über die Schwelle.
Was Leben schützt, braucht keinen Umweg über den Besitz.
Nimm Warnungen ernst. Folge den sicheren Fluchtwegen und den Anweisungen der Einsatzkräfte. Bei Feuer: Warne andere und rufe 112, sobald du sicher bist. Gehe niemals durch Rauch. Nutze keine gewöhnlichen Aufzüge. Lass Sachen zurück. Hilf ohne eigene Gefährdung. Gehe zur sicheren Sammelstelle. Melde vermisste Menschen sofort den Einsatzkräften. Kehre nicht selbst zur Suche zurück.
Ruhig handeln heißt nicht, langsam zu handeln. Wer Angst hat, braucht Beistand, keinen Vorwurf.
Die Sorge endet nicht, wenn die Tür hinter dir liegt.
Prüfe am Sammelplatz, wer angekommen ist. Sage offen, wenn Angaben fehlen. Eine Liste darf keine falsche Gewissheit schaffen. Sorge für Erste Hilfe, Betreuung und bei längerer Räumung für Unterkunft und Versorgung. Lass Betroffene nicht ohne Nachricht. Kehre erst nach ausdrücklicher Freigabe der zuständigen Stellen zurück. Prüfe vor dem Neustart auch den Schutz im Gebäude. Lerne aus Übungen und Ereignissen. Behebe Mängel und prüfe, ob die Änderungen wirken.
Gute Evakuierung misst nicht nur Zeit. Sie achtet auf jedes Leben.